Wenn Bach käme: ein Besuch aus der Barockzeit

Anahita Pasdar und Michael Floredo verbinden Orgelmusik mit einer Lesung.
Frastanz Was wäre, wenn Johann Sebastian Bach plötzlich in unserer Gegenwart erschiene? Der Vorarlberger Komponist und Organist Michael Floredo macht dieses Gedankenspiel zum Ausgangspunkt seiner „V. Symphonie – Wenn Bach käme“. Am Freitag, 23. Oktober, stellt er das Buch in der Pfarrkirche St. Sulpitius in Frastanz gemeinsam mit der jungen Vorarlberger Organistin Anahita Pasdar vor. Beginn ist um 19.30 Uhr.
Floredo lässt Bach in barocker Sprache in die heutige Welt eintreten. Der Komponist begegnet verschiedenen Bereichen der Gesellschaft, philosophiert über Musik und trifft Wissenschaftler, Orgelbauer, Physiker und Theologen. Dabei reicht der gedankliche Bogen von den Grundlagen der Musikgeschichte bis zu Fragen, die auch heute diskutiert werden: Wie verhalten sich Unterhaltungsmusik und ernste Musik zueinander? Wie kann neue Musik gefördert werden, und welche Rolle spielt Musikerziehung? Floredo verknüpft seine Überlegungen mit den Ideen griechischer Philosophen wie Pythagoras, Sokrates und Platon. Auch Zusammenhänge zwischen Zahlen, Intervallen und Farben werden erkundet.
„Adagio e Toccata“
Die „V. Symphonie“ ist eine Ausnahme in Floredos Werk: Sie liegt als Buch und nicht als musikalische Komposition vor. Für den Abend in Frastanz werden Text und Musik miteinander verschränkt. Floredo liest aus seinem Werk; Pasdar spielt an der Orgel. Auf dem Programm stehen Stücke von Bach, darunter das Präludium und die Fuge in g-Moll sowie die Toccata und Fuge in d-Moll. Hinzu kommt Domenico Scarlattis Toccata in d-Moll. Mit „Adagio e Toccata“ ist auch eine Komposition Pasdars zu hören, ehe Floredo und Pasdar den Abend mit einer gemeinsamen Improvisation beschließen.
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Floredo studierte Komposition und Orgel und ist als Komponist, Organist und Pädagoge tätig. Seine Werke erklangen auch bei den Bregenzer Festspielen. Pasdar, Jahrgang 1999, studierte Klavier und Orgel am Mozarteum Salzburg und konzertiert solistisch wie kammermusikalisch. 2026 war sie bei den Bregenzer Festspielen mit Klavier und Orgel zu hören.
Der Abend verbindet barocke Klangsprache mit gegenwärtigen Fragen und entwirft die literarische Vorstellung davon, was Bach unserer Zeit zu sagen hätte.