Bordell in Hohenems

Leserbriefe / 22.12.2013 • 21:04 Uhr
VN-Bericht vom 20. Dezember 2013.
VN-Bericht vom 20. Dezember 2013.

Bordelle wurden im Mittelalter errichtet, weil damals die Meinung vorherrschte, dass Männer „triebgesteuert“ seien. Wo sind wir heute mit unserer Erkenntnis? Eigentlich müssten der Sklavenhandel, die Rassentrennung und alle menschenverachtenden Handlungen wieder eingeführt werden – weil es die ja schon immer gegeben hat! Bernhard Amann ist Sozialstadtrat und setzt sich aktiv für Menschen ein, die Anerkennung und Hilfe brauchen. Sollte er sich dafür einsetzen, dass alle Frauen, egal welcher Herkunft, eine adäquate Arbeitsstelle bekommen und sich nicht selbst verkaufen müssen, so wäre er ein Held und müsste für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen werden. Welche Väter wünschen sich für ihre Tochter eine solche Arbeit? Wo ist die Stimme der vielen Frauenrechtlerinnen, die wissen, welche seelischen und gesundheitlichen Auswirkungen es hat, sich zu prostituieren? Es wäre ein Privileg, wenn Vorarlberg das einzige Bundesland bliebe, das kein Bordell hat und so der Zeit voraus ist. Oder ist bei uns im Land noch nicht angekommen, dass mittlerweile ein Umdenken in europäischen Ländern stattfindet? Das zeigt das Beispiel von Schweden, Frankreich und Deutschland. Die Prostitution und das sie begleitende Übel des Menschenhandels sind mit der Würde und dem Wert der menschlichen Person unvereinbar. Und kein einziges Kind bei uns müsste Hunger leiden, weil uns die vermeintlichen Steuern entgehen. Jedoch ist sehr wohl zu hinterfragen, weshalb Herr Hahn seine guten Geldgeberfreunde nicht nennen kann. Subjektive Störungen können Behörden jetzt schon im Umfeld von Bordellen belegen, da im Sog des Rotlicht-Milieus Menschen mit kriminellen Energien angelockt werden.

magdalena lorünser,

barbaraweg 3a, hohenems