Ein Sieg für unser Grünland

Leserbriefe / 18.11.2019 • 20:01 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Man muss der Ludescher Bevölkerung für ihre Entscheidung einfach nur gratulieren. Sie haben der stets unterbewerteten Grünzone mit ihrer Stimmenmehrheit die entsprechende Wertigkeit gegeben. Sie sind dem von unseren Wirtschaftsvertretungen immer als „Totschlagargument“ verwendeten „Schaffung von Arbeitsplätzen“ nicht auf den Leim gegangen. In der jetzigen Zeit des weltweiten Klimanotstandes ist es gerade auch in unserem kleinen Ländle ungeheuer wichtig, dass unsere letzten CO2-bindenden und sauerstoffbildenden Grünflächen für unser aller Wohlbefinden (auch der Wirtschaftsbetriebe) erhalten bleiben. Dies gilt auch für unser Ried zwischen Dornbirn und den Rheindeltagemeinden, wo bekanntlich nach wie vor Pläne für die Autobahnverbindung zur Schweiz in einer ungeheuer Grünland vernichtenden Art vorangetrieben werden. Ein bereits vor rund 50 Jahren unter völlig anderen Umweltbedingungen geschütteter Autobahnanschlussstutzen für die Übernahme der österreichischen Autobahn bildet unverständlicherweise immer noch die Grundlage für alle Autobahnverbindungsplanungen. Diese führten mit 7,5 km an der breitesten Stelle und den schlechtesten Bodenverhältnissen durchs Ried und mittels einer von den Gemeinden Fußach und Höchst sowieso abgelehnten Rheinbrücke durch das speziell in den letzten Jahren stark bebaute Wohngebiet Höchst/Brugg zu diesem Schweizer „Stutzen“. Außerdem würde diese S 18 auch noch gefährlich nahe an der Grenze der Wasserschutzzone für das laut Gemeindeaussendung vom Oktober 2019 „einzige und letzte Grundwasservorkommen von Höchst“ verlaufen.

Egon Troy, Fußach