Kalte Progression

Leserbriefe / 21.11.2019 • 17:30 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Ich bewundere sehr, wie die Arbeiterkammer das Thema „kalte Progression“ so schön am Köcheln hält. Wenn ich als Lohnverrechner Dienstnehmer frage, was denn die „kalte Progression“ ist, dann sehe ich nur in fragende Gesichter. Als „Pflichtmitgliedschaftskammer“ der Arbeitnehmer sollte sich die AK statt solcher endlosen Alibiaktionen endlich vermehrt in die Kollektivvertragsverhandlungen einbringen. Da gibt es neben vielen alten Zöpfen zwei wesentliche Punkte, die dringend einer Änderung bedürfen: Die Lebenshaltungskosten müssen dringend bundesländerspezifisch in den Kollektivverträgen berücksichtigt werden. Der Satz „Überzahlung wird beibehalten“ fehlt auch noch bei vielen Gehaltsabschlüssen. Und erst dann bitte über die „kalte Progression“ reden. Viele Menschen, vor allem Wenigverdiener, kommen nämlich nie in den Genuss der „kalten Progression“! 0,5 Prozent unseres Lohnes geht an die AK, ich verlange Leistung dafür!

Herbert Burtscher, Bregenz