Kurswechsel
gefordert

Leserbriefe / 21.11.2019 • 17:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die „AG Globale Verantwortung“, ein Dachverband, dem 35 Organisationen aus den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe angehören, formulierte kürzlich bei einer Pressekonferenz die Forderung nach einem Kurswechsel in der Entwicklungspolitik Österreichs. Es brauche eine „global engagierte Entwicklungshilfe.“ Um das zu erreichen, sei es nötig, eine zentrale Stelle „in Form eines aufgewerteten Außenministeriums, eines eigenen Ministeriums oder eines Staatssekretariates“ zu schaffen. Angesichts der Klima­krise und der steigenden Zahl hungernder Menschen müsse die Regierung mehr Hilfe bereitstellen. Die „Kosten der Tatenlosigkeit“ seien höher, als nachhaltige Investitionen in Frieden, humanitäre Hilfe oder Katastrophenvorsorge ausmachen würden. Die 17 UNO-Ziele für nachhaltige Entwicklung müssten im kommenden Regierungsprogramm und Budget berücksichtigt werden. Ausdrücklich betonten die Vertreter der „AG Globale Verantwortung“, der auch zahlreiche kirchliche Hilfsorganisationen angehören, dass engagierte Entwicklungspolitik auch das konkrete Leben und die politische Stabilität in Afrika betreffen müsse. „Jugend eine Welt“ wies darauf hin, dass Bildungsprogramme der Jugend nicht nur helfen, Arbeit zu finden, sondern auch eine Strategie darstellten, um die Emigration nach Europa zu verhindern.

Pfr. Helmut Rohner, Dornbirn