Altach-Kies!

Leserbriefe / 25.11.2019 • 21:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Es ist durchaus einzusehen, dass die Bauwirtschaft auf Kies angewiesen ist. Angesichts der beschränkten Möglichkeiten sollte man mit diesem Baustoff aber sorgsam umgehen. Es ist unerträglich, wenn man beobachten muss, wie Schwerlastwagen tonnenweise dieses kostbare Gut ins Ausland transportieren und damit auch die Landesstraßen, die derartigen Belastungen nicht gewachsen sind, malträtieren. Ebenso muss aber auch der sorglose Umgang mit diesem Baustoff kritisiert werden. Wenn die Damen und Herren der Landesregierung mit Pauken und Trompeten den Klimanotstand ausrufen, müsste man meinen, dass Sofortmaßnahmen gesetzt werden. Davon kann aber wie immer keine Rede sein. Bei den Wohnbauten wird allerorten auf „Teufel komm raus“ betoniert, als ob es keinen anderen Baustoff für diese Zwecke gäbe. Dabei ist gerade Stahlbeton bauphysikalisch im Wohnungsbau am wenigsten geeignet und sollte nur dort eingesetzt werden, wo er statisch gebraucht wird. Wenn der Herr Landeshauptmann die Unterstützung wegen erträglicher Transportwege zusichert, dann ist das eher eine Seifenblase. Hierzulande wird seit bald 40 Jahren die Verbindung der österreichischen mit der Schweizer Autobahn versucht! Wer es noch nicht wissen sollte, die Herstellung von Zement ist höchst umweltschädlich. Das interessiert die Bauwirtschaft herzlich wenig. So schaut’s aus!

Ing. Gerhard Miltner,

Bregenz