Kiesabbau spaltet Gemeinde

Leserbriefe / 27.11.2019 • 18:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Am 1. Dezember werden die Altacher in einer Volksabstimmung eine Entscheidung treffen müssen: Ja oder Nein zum Kiesabbau im Naherholungsgebiet! Meiner Meinung nach wurden die Bürger von der Mehrheitsfraktion zu wenig ehrlich informiert und teilweise sogar mit dem Versprechen einer Verkehrslösung unter Druck gesetzt. Da hier zu viele offene Punkte nicht geklärt sind und Fragen nicht beantwortet werden können, sollte der Stimmzettel mit einem Nein abgegeben werden. Der Aufteilungsschlüssel zwischen den Gemeinden Altach und Götzis ist nicht fixiert: Wie kann Altach von Einnahmen in Höhe von 500.000 Euro ausgehen? Wie hoch sind die Kosten für die Erschließung und Erhaltung der Zufahrt und wer bezahlt sie? Von der ASFINAG gibt es bis heute noch keine Stellungnahme oder Zusage für eine Verkehrslösung. Das Land braucht Rohstoff und aus Altach soll künftig ca. 85.000 m3 Kies pro Jahr kommen. Gleichzeitig exportieren wir Vorarlberger ca. 330.000 m3 pro Jahr in die Schweiz! Der Anteil von Altach macht lediglich 2,8 Prozent vom Jahresbedarf aus (lt. Studie 2018 der Landesregierung). Müssen wir für diesen geringen Anteil unser Naherholungsgebiet opfern und für unsere nächste Generation vergeben?

Ich wünsche mir, dass sich die Wahlberechtigen unabhängig und neutral informieren und möglichst zahlreich zur Urne gehen.

Helmut Giesinger, Altach