Streit zum Auftakt des Nato-Gipfels

Leserbriefe / 06.12.2019 • 18:57 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum VN-Bericht vom 4. Dezember:

Die Nato hat nach ihrem Lieblingsfeind Putin mit China bereits einen zukünftigen Aggressor für ihre Berechtigung im Visier. China hat noch nie eine militärische Ausbreitungspolitik betrieben, sie beharren aber unmissverständlich auf ihre Gebietsansprüche. Das zeigt auch die geplante Wiedervereinigung mit Taiwan, wo Präsident Xi Jinping keine Alternativen sieht, wenn es sein muss auch mit Gewaltanwendung. Taiwan wäre gut beraten, sich nicht auf seine derzeitige Schutzmacht US-Amerika zu verlassen, Präsident Trump, der auch in der Nato mit Alleingängen glänzt, hat seine verbündeten Kurden einfach Erdogan geopfert. Auf die US-amerikanische Einmischung in der Demokratiebewegung in Hongkong hat China bereits mit einem Aufenthaltsverbot von amerikanischen Kriegsschiffen in Hongkong reagiert. Wobei die US-amerikanischen Einmischungen, seit dem Marschallplan, meistens nur verbrannte Erde hinterlassen haben. China geht den Weg der wirtschaftlichen Unterstützungen und bringt diese Länder, vor allem in Afrika, in finanzielle Abhängigkeit. Die sinnlosen Sanktionen, die mehrheitlich Europa schaden, haben Russland auch in die Arme der Chinesen getrieben. Mit der neueröffneten Gaspipeline wurde China zum zweitgrößten Gaskunden von Russland und ihre gemeinsamen Manöver mit chinesischen Kriegsschiffen in der Ostsee stärken auch die militärische Zusammenarbeit. Über dieses chinesische Ausbreitungssystem sollte sich die EU, die sich in Selbstbeschäftigung aufreibt und keine eigene Meinung hat, Gedanken machen.

Alfred Fuchs,

Dornbirn