Volksschule mit Mini-Inklusion für Feldkirch

Leserbriefe / 13.12.2019 • 18:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Chance auf eine große Inklusions-Lösung wurde unter dem Einfluss der Vizebürgermeisterin in der Stadtvertretung am 10. Dezember 2019 verspielt. Unterschriften eines umgefallenen Petitionisten kamen ihr gerade recht. Dagegen hielt der Elternverein immer am Beschluss vom Oktober 2017 fest, dem zufolge das PFZ mit der VS Altenstadt zu einer ausreichend groß gebauten Inklusionsschule werden sollte. Dafür hatte der Elternverein über 960 Unterschriften gesammelt und am 9. Dezember dem Herrn Bürgermeister Matt übergeben. Die Stadtvertreter glaubten mehrheitlich, dass an allen Pflichtschulen in Feldkirch ein bisschen Inklusion angebaut werden wird. Ob es baulich möglich ist, wurde nicht hinterfragt. Übersehen wurde auch, dass Kinder nach der Volksschule den Ort wechseln müssen. Die große Inklusionsschule würde Kinder über die Schulpflichtjahre hinaus fördern können, wie das im PFZ üblich ist. Drei Jahre lang war ein Konzept von Lehrern beider Schulen unter Frau Dr. Schöbi-Fink für eine große Inklusionslösung erarbeitet worden. Lehrer und Studenten würden an diesem attraktiven Arbeitsplatz voneinander profitieren. Die flexible Förderung aller Schüler (mit oder ohne Förderbedarf) in beide Richtungen war vorgesehen – inklusive Therapieräumen. Man hat sich im Rathaus nicht für die Bedürfnisse interessiert. Haben Kinder an Regelschulen Verständnis für Inklusion? Werden sie förderbedürftige Kinder nicht mobben?

Manfred Peter, Feldkirch