Neues Regierungs­programm

Leserbriefe / 06.01.2020 • 18:53 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ich sehe im jetzt vorgelegten Regierungsprogramm, das großspurig den Titel „Aus Verantwortung für Österreich“ trägt, nicht den unbedingt nötigen großen Schritt in die Wende hin zur Umkehr bzgl. der Zerstörung unserer Lebenswelt. Es ist eher ein Programm, das wie bisher im Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Ökologie ganz klar die Ökonomie wesentlich höher gewichtet. Vor 20 bis 30 Jahren (damals war die Migration noch kein Thema) hätte man solch ein Programm mit Freuden unterschreiben können. Heute, da ein mutiger großer Wurf gefordert wäre, ist es nichts als ein rechtsrechtslastiger, neoliberaler Weg, „Weiter wie bisher, mit ein paar ökologischen Feigenblättern mehr“. Dass dieser Weg, eher mittel- als langfristig, in den Kollaps führt, sollte inzwischen sogar bei jenen angekommen sein, die nur in Partei- und/oder persönlichen Machtkategorien denken können. Aber – Vorsicht: Sarkasmus – wenigstens hat man sich damit befasst, was Mädchen auf dem Kopf tragen dürfen.

Anton Hengl, Lauterach