Das freie Wort

Leserbriefe / 07.01.2020 • 19:01 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Dr. Gerd Schmid hat laut seinem Leserbrief vom 2. Jänner anscheinend nicht verstanden, wie ernst mittlerweile die Lage besonders in Deutschland ist. Mehrfach schon wurden Geschäftsleute, Hotelbesitzer oder Unternehmer von linken Extremisten genötigt, Veranstaltungen abzusagen, die ihrer alternativen Gesinnung zuwiderliefen unter Androhung von Geschäftsstörungen oder Schlimmerem. Statt auf den Austausch von Argumenten wird auf plumpe Störaktionen, Provokationen und Mundtotmachen des „Gegners“ gesetzt. Die Befürchtungen des deutschen Verfassungsschutzes einer Radikalisierung werden langsam Wirklichkeit, in der Silvesternacht wurde von diesen Chaoten ein Polizist krankenhausreif geprügelt, ebenso wie in der Vergangenheit mehrere Politiker des „falschen“ Lagers. Solche Methoden der „Meinungsbildung“, Herr Schmid, waren bei uns vor 80 Jahren schon einmal üblich – das brauchen wir nicht mehr. Die Grenzen des freien Wortes bilden die Verfassung sowie das Strafgesetz und nicht ein paar selbsternannte moralinsaure Fanatiker, die den Menschen immer öfter vorschreiben wollen, was sie zu sagen, denken oder wie sie zu handeln haben. Das Thema Klimawandel ist politisch besetzt, weshalb keine ausgewogene Diskussion stattfindet, sondern weiter sturheil auf einer Hypothese rumgeritten wird, welche von der Realität schon längst widerlegt ist. Wissenschaft lebt vom Diskurs mit kontroversen Argumenten und nicht dem Diktat eines herbeigeschriebenen Konsenses.

Dieter Henn, Bludenz