Millionengrab Stadttunnel

Leserbriefe / 10.01.2020 • 18:29 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Im VN-Artikel vom 9. Jänner wird dargestellt, dass das Land Vorarlberg für den Bau der Tunnelspinne Feldkirch nach heutigem Stand nicht weniger als 200 Millionen Euro bezahlen müsste. Man kann getrost davon ausgehen, dass dieser Betrag schlussendlich noch mindestens 50 Millionen Euro höher liegen wird. Somit würde dieser umstrittene Tunnel mehr als dreijährliche Straßenbaubudgets des Landes verschlingen. Das ist unglaublich viel Geld für ein Projekt, dessen erhoffte Entlastungswirkungen mehr als fragwürdig sind. Der Verkehr an der Bärenkreuzung wird durch den Stadttunnel auf Dauer nicht signifikant abnehmen, denn jede zusätzliche neue Straßenverbindung führt immer zu Mehrverkehr. So war es auch zum Beispiel beim Ambergtunnel, dessen Entlastungswirkung schon nach wenigen Jahren wieder verpufft war. Ganz sicher wird der Stadttunnel deshalb auch kein Beitrag zum Klimaschutz sein. Sollte das Land wirklich in der Lage sein, mehr als 200 Millionen Euro zusätzlich zu den laufenden budgetären Verpflichtungen im Verkehrssektor aufzubringen, dann wäre diese Summe weit besser und zukunftsträchtiger angelegt, wenn sie in den ökologischen Umbau des Verkehrssektors investiert würde.

Mag. Manfred Hagen, Lustenau