Türkise
Taschen­spielertricks

Leserbriefe / 13.01.2020 • 20:06 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ein großes Trara ist wegen der Erhöhung des Pflegegeldes zu vernehmen! Wer sich die Sache etwas genauer ansieht, wird zu diesem Ergebnis kommen müssen: Viel Lärm um nichts! Wie glaubhaft kolportiert wurde, hat das Pflegegeld seit seiner Einführung rund 35 Prozent an Kaufkraft verloren, was auch für unser aller Lebensunterhalt gilt. Die Stufe 1 betrug 175,30 und wird um 2,80 Euro erhöht. Die Stufe 2 mit 290 um 5,20 und die Stufe 3 mit 451,80 um 7,10. Das bedeutet, von einer „Erhöhung“ kann keine Rede sein. Nicht anders sieht es bei den Pensionen aus, die seit 2003 nur ein einziges Mal mehr als netto 1,2 Prozent erhöht wurden. Offensichtlich meinen die türkisen Herrschaften, wir Pensionisten und Pflegebedürftigen sind zu dumm, um dies zu durchschauen. De facto wird uns jedes Jahr das Geld aus der Tasche gezogen. Erschütternd ist, dass die Oppositionsparteien diesem üblen Spiel seelenruhig zusehen. Am 14. Jänner 2019 war von der Nationalbank folgender Satz zu hören: Österreich hat eine der höchsten Vermögensungleichheiten in Europa. Während Herr Karlheinz Kopf am 27. Dezember 2018 erklärte: „In Österreich geht es den Menschen gut wie selten zuvor!“ Da frage ich mich, wieso wir schon eine Million armutsgefährdete Bürger(innen) haben?

Ing. Gerhard Miltner, Bregenz