Mehr Geld

Leserbriefe / 26.01.2020 • 18:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum VN Bericht „Landesforstdienst präsentiert neuen Maßnahmenplan für 2020“, vom 25. Jänner:

Das gesteckte Ziel, stabile Mischwälder statt Fichten-Monokulturen aufzubauen, liest sich erst einmal gut. Warum das neu sein soll, bleibt allerdings verborgen, denn diese Erkenntnis gibt es schon sehr lange.

Wenn damit gemeint ist, dass man diese nun auch (gezwungenermaßen) in die Praxis umsetzen will, ist das lobenswert. Wenn man allerdings verfolgt hat, in welche Richtung in der Vergangenheit gefördert wurde und wer die Akteure der „neuen“ Strategie sind, klingeln alle Alarmglocken. Jungwald schaffen heißt in der Sprache des Waldvereins immer abholzen statt ökologischer Verbesserung. Was da sogar in Natura-2000-Gebieten unter dem Vorwand der Schutzwaldsanierung und der Waldpflege angerichtet wurde, habe ich wiederholt aufgezeigt. Die Aufforderung an die verantwortlichen Forstleute, sie mögen die Sinnhaftigkeit der Eingriffe vor Ort erklären, stieß auf taube Ohren, weil dies einfach nicht zu erklären ist. Wenn nun ein attraktiver Anreiz für Waldbesitzer zur „Waldpflege“ mit der Verdoppelung der Förderungen, die jährliche Jungwaldfläche von 100 auf bis zu 300 ha zu erhöhen, geschaffen wird, dann wird das wie in der Vergangenheit nicht nur Fichten-Monokulturen betreffen, sondern auch völlig intakte Buchenmischwälder, die für den Klimaschutz unbedingt zu erhalten wären.

Franz Ströhle, Vorarlberger Alpenschutzverein, Dornbirn