Die Hände dreckig machen

Leserbriefe / 07.02.2020 • 18:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Kommentar vom 6. Februar 2020.
VN-Kommentar vom 6. Februar 2020.

Zum Kommentar von R. Haller vom 6. Februar:

Ich gratuliere Ihnen zu diesem Kommentar, denn Sie haben der handwerklich tätigen Bevölkerung (die mit den dreckigen Händen) aus der Seele gesprochen. Wir haben beim Handwerk die Leute mit handwerklichem Geschick und digitalem Wissen, aber größtenteils fehlt die Gleichstellung zu Studierenden. Wenn man im ORF die Diskussionen mit Zukunftsforschern, Sozialpolitikern oder Bildungswissenschaftlern verfolgt, frage ich mich schon, wer sich in Zukunft noch die Hände schmutzig macht. Ihre Zukunft: vier Tage arbeiten, mehr Lohn und mehr Freizeit? Diese Leute vertreten zurzeit noch eine kleine Gruppe unserer Bevölkerung. Was glauben Sie wohl, was passiert, wenn jeder Handwerker, das Dienstleistungsgewerbe oder Ärzte, Pflegepersonal usw. sagen, ich arbeite nur noch vier Tage die Woche und keinen Samstag, Sonntag, Feiertag und Nachtdienst? Die Realität sieht aber anders aus, damit unser Wohlstand funktioniert. Es gäbe auch keine digitale Welt, wenn nicht vorher das Handwerk dies möglich gemacht hätte.

Helga Margreitter,

Braz