Hass nur im Netz?

Leserbriefe / 08.11.2020 • 18:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Herr Alwin Häle nimmt in einem Leserbrief vom 5. 11. 2020 die Enthauptung eines französischen Lehrers durch einen islamistischen Fanatiker zum Anlass, eine völlig undifferenzierte Hasstirade gegen alle Moslime vom Stapel zu lassen. Selbstredend sind solche Gräueltaten, auf das Schärfste zu verurteilen und mit aller Härte strafrechtlich zu ahnden. Jedoch die unsachliche Darstellung des Leserbriefschreibers und seine martialische Ausdrucksweise zielen offenbar darauf ab, die üblichen Vorurteile und den Hass gegen Andersgläubige zu schüren und jede friedliche Koexistenz von Christen und Muslimen in Europa zu verunmöglichen. Anstelle von Spaltung der Gesellschaft ist Appeasement kein Fehler, sondern ein Weg, das friedliche Nebeneinander verschiedener Kulturen und Religionsgemeinschaften in einem menschlichen und weltoffenen Europa zu ermöglichen. Zu Recht fordern immer mehr Menschen – darunter auch einzelne weitsichtige Politiker – ein Verbot von Hasspostings in sozialen Netzwerken. Das sollte selbstverständlich auch für lokale Printmedien gelten.

Mag. Herbert Schwendinger, Klaus

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