vkw und Stadtwerke Bregenz – halbherzige Rückerstattung

Leserbriefe / 11.04.2021 • 17:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bedingt durch ein OGH-Urteil sahen sich Energielieferanten wie oben angeführt genötigt, zu Unrecht von den Kunden kassierte Preiserhöhungen rückwirkend ab 1.1.19 für 16 Monate zurückzuerstatten. Um es möglichst kompliziert abzuwickeln, waren tausende von Kunden gezwungen, einen Antrag mit allen möglichen persönlichen Daten an den VKI oder auch direkt an die vkw zu stellen. Dies, obwohl die zu erstattenden Beträge für jeden Kunden bereits klar definiert waren. Sowohl vkw als auch die Stadtwerke hätten also die Beträge ohne die geschilderten Schikanen an ihre Kunden anweisen können. Umgekehrt, wenn es um Preiserhöhungen geht, werden die Kunden davon in Kenntnis gesetzt und wenn kein Einspruch kommt, die neuen Gebühren automatisch verrechnet. Man dürfte erwarten, dass es bei Rückerstattungen ebenso unkompliziert abgeht. Wo bleibt hier die immer so hoch gelobte Verwaltungsvereinfachung und die Kundenfreundlichkeit. Ich fordere die angesprochenen Energielieferanten auf, allen Kunden, mit oder ohne Antrag, die ihnen laut OGH-Urteil zustehende Vergütung zukommen zu lassen. Darüber hinaus sind die Eigentümervertreter des Landes Vorarlberg und der Stadt Bregenz gebeten, derartige schikanöse Vorgangsweisen zu hinterfragen.

Willi Hagleitner e.h., Bregenz