„Lob für Vatikan-Dekret“

Leserbriefe / 14.04.2021 • 17:23 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum VN-Bericht, VN vom 31.3.2021:

Im antiken Theater trugen Mimen eine „persona“, eine Maske, die die Stimme gut hörbar verstärkte. Laut Apostel Johannes ist Gott Liebe. Von Gott wissen wir unendlich wenig, außer, dass er alles, was wir nicht sind und alles, was uns fehlt, ist. Die „Personen“, die wir sind, sind anscheinend dazu berufen, die Liebe mithilfe unserer jeweiligen Gaben, großen oder winzigen, hörbar (sichtbar) zu machen. Die großen Gaben (von Jesus bis Mutter Theresa) dienen uns als Wegweiser und Leuchttürme, sagen uns vieles über die potenzielle Auferstehung der Personen. Manche Homo-Paare betrachten ihr Jawort zu ihrer Liebe als Segen; andere sehnen sich nach dem Kirchensegen ihrer Liebe. Der Moskauer Metropolit wird von einem u. a. homophoben Regime bezahlt, das Opposition mit Kerker bestraft. Der Metropolit „muss“ daher im Sinne des Regimes im Vatikan vorsprechen. Glücklicherweise haben wir hier mutige, selbstdenkende Geweihte (von Elbs bis Schönborn), deren fortschrittliche, christliche Hal-tung sich für die gesegnete Liebe zweier Menschen entschieden haben!

Marie-Thérèse Mercanton, Bludenz