Vorderer Achtalweg / Radweg Kennelbach – Doren

Leserbriefe / 22.04.2021 • 17:13 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Freitag, 16. 4. 2021, ORF, ZIB 1: Der Rechnungshof kritisiert die österreichische Klimapolitik scharf: Die EU-Länder haben seit 1990 durchschnittlich eine Reduktion der klimaschädlichen Emissionen um 23,5 % erreicht. Österreich zeigt eine Steigerung (!) der Emissionen um 4,6 %. „Wir sind also offensichtlich in der falschen Richtung unterwegs“. Daher: mehr Fahrrad – weniger Auto würde helfen, den Ausstoß an Treibhausgasen zu senken.

Bundesministerin Gewessler: „tatsächlich ist der Verkehrssektor unser Sorgenkind im Klimaschutz, da sind die Emissionen explodiert …“. Wegen der unzulänglichen Klimapolitik drohen Österreich bis zum Jahr 2030 aufgrund internationaler Verpflichtungen Strafzahlungen von mehr als 9 Milliarden Euro. Einige dieser Straf-Millionen in den Achtalradweg zu investieren wäre klimapolitisch verdienstvoll und klüger. Die Auslassungen eines scheuklappenbewehrten Kantönligeistes „Für uns Bregenzerwälder ist der Ausbau weniger interessant als für die draußen“ (Hanno Metzler in NEUE am Sonntag vom 18. 4. 2021) sind wenig trefflich. Und die nachgerade irrationalen Schauerbilder von „Massen an Radfahrern“, von denen das Achtal „zugemüllt“ würde, übersehen geflissentlich, dass laut VN-Leserbrief unseres Mobilitätslandesrates Johannes Rauch vom 16. 2. 2021 „… jeder Fahrrad-Kilometer unserer Gesellschaft 16 Eurocent erspart, während jeder Auto-Kilometer 30 Eurocent kostet, die Folgen eines Nicht-Erreichens der Pariser Klimaziele dabei noch nicht eingerechnet.“

Dr. Walter Küng, Bregenz