Die Eidgenossen –
unsere Nachbarn
Zum Leserbrief „Rahmenvertrag“ von Richard Sieber, VN vom 31.5.2021:
Sieben Jahre Verhandlungen. Viele Teile des EU-Rahmenvertrages haben den Verhandlern nicht gepasst. Die Politiker hatten den Mut abzusagen. Es wird für die Schweiz damit Nachteile geben. Ich bin zuversichtlich, dass sie auch diese Herausforderungen lösen werden. Sie werden als Retourkutsche statt Eurofighter die US-Flugzeuge kaufen. Übrigens per Volksabstimmung mit Mehrheit beschlossen. Einen Nachteil der Knebelungsbemühungen der EU habe ich schon selbst erlebt. Für ein Geschenk von 58,40 Franken, das ich per Post erhielt, wurden 9,65 EUR Einfuhrumsatzsteuer fällig. Die Eidgenossen, als freiheitsliebendes Volk können nicht so leicht geknebelt werden. Wenn es ums Staatswohl und Unabhängigkeit geht, ist jeder Schweizer ein Wilhelm Tell. Völlig anders bei uns. Wir ein Volk, das Politiker denken und gewähren lässt. In kleinen Schritten werden unsere errungenen Freiheiten abgeschafft. Ich denke da nur an das Recht der Volksabstimmung in Vorarlberg. Eine Petition in dieser Sache, von einigen Unentwegten zu Papier gebracht, wurde an alle Bürgermeister und in die Zentrale einiger Parteien gesendet. Kein Aufmucken unserer politischen Schlafmützen. Ergebnis: gleich null. Das heißt unsere EU-hörigen Erfüllungsgehilfen, sofern sie in Sonntagsreden direkte Demokratie versprechen, sind reine Weihrauchkesselschwinger zum Abwinken der Befehle aus Brüssel.
Robert J. Bösch, Lustenau