Die Grenzen der Nächstenliebe

Leserbriefe / 29.08.2021 • 17:44 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ein wahres Trommelfeuer der Moralbürgerelite, vom Bischof Benno bis Direktor Loewy, geht in den VN am 26. August auf das einfache Volk nieder, doch eine neue Einwande-rungswelle aus Afghanistan als (christliche) Pflicht anzusehen. Der katholische Bischof sieht den Islam sogar als Teil der Lösung, Herr Loewy entsetzt sich darüber, dass jeder zweite Österreicher eine der zwei „rechtspopulistischen“ Parteien und damit solche wählt, die Herr Loewy offensichtlich nicht wählt. Bischof Benno hat wohl den Koran noch nicht gelesen, denn der impft den Muslimen konsequent die Überlegenheit und den Herrschaftsanspruch über „die Ungläubigen“ ein. Tatsache ist jedenfalls, dass religiös motivierte Gewalt auf der Welt fast ausschließlich islamistisch ist. Wer aber glauben machen möchte, dass Islamismus nichts mit Islam zu tun hat, dem sei das sehr erhellende Buch „Mit dem Koran ist kein Staat zu machen“ des ehemaligen österreichischen Botschafters in Tunesien, Gerhard Weinberger, empfohlen. Und ja es gibt z.B. nach der Bergpredigt die christliche Pflicht zur unbedingten Nächstenliebe, die im Koran übrigens nur für „Gläubige“ gilt. Aber es gibt auch die an Dummheit grenzende Naivität dem Islam gegenüber, die islamistische Diktatoren wie Erdogan knallhart ausnützen. Und ja, es gibt keinerlei moralische Verpflichtung, eine neue Einwanderungswelle aus Afghanistan nach Österreich zu organisieren.

Dr. Klaus König, Lauterach

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