Antikörperstudie

Leserbriefe / 30.08.2021 • 18:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Als Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin wurde ich Anfang Dezember 2020 positiv auf das Coronavirus getestet. Angesteckt wurde ich mit hoher Wahrscheinlichkeit im Rahmen der Betreuung positiver BewohnerInnen – meine Familie war und blieb als K1-Personen negativ. In den Medien ist derzeit zu lesen und zu hören, dass die Virologin Dorothee von Laer von der Medizinischen Universität in Innsbruck wortwörtlich darauf pocht, dass in Österreich eine ausführliche Antikörperstudie gemacht werden solle, um den gegenwärtigen Impfschutz der Bevölkerung herauszufinden. Zudem gibt sie an, dass eine 1-G-Regel für sie „überhaupt keinen Sinn“ ergibt, zumal sie genesene Personen von vornhinein ausschließe. Auch hält die Expertin weiter fest, dass gerade diese vor einer neuerlichen Ansteckung sogar besser geschützt seien als Geimpfte. Ich lasse im dreimonatigen Abstand einen Neutralisationstest durchführen und habe auch nach neun Monaten noch eine hohe Anzahl an Antikörpern. Die Kosten der Untersuchung trage ich selbst. Da ich inzwischen in der Pflege und Betreuung nicht mehr tätig bin, warte ich eine Covid-19-Impfung deshalb noch ab. Ausführliche Antikörperstudien im Rahmen einer derartigen Pandemie sind – spätestens jetzt – unerlässlich.

Doris Klinger, MSc, Götzis

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