Demokratie am

Leserbriefe / 31.08.2021 • 19:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Hindukusch

„Wir verteidigen die Demokratie am Hindukusch“, verkündete damals großspurig der deutsche Verteidigungsminister Struck. Das Endresultat ist hinlänglich bekannt. Hunderte Soldaten aus Europa und Amerika sind umsonst gestorben. Zwei deutsche Minister und deren Häuptling? haben agiert wie Baumschulabsolventen. Hier Verantwortung übernehmen heißt nur eines: Rücktritt.

Die Fehleinschätzung westlicher Geheimdienste war fatal, ebenso deren Folgen. Blitzeroberung durch die Taliban, nur möglich durch breite Akzeptanz in der Bevölkerung. Mittelalterlicher Islamterror regiert nun das Land, Kinder- und Frauenrechte sind dahin. Die Westmächte haben sich grenzenlos blamiert, insbesondere die USA, wie damals in Vietnam. An den Afghanen haben sich bisher alle Eroberer die Zähne ausgebissen, von Alexander dem Großen bis zu den USA. Russland und China strecken schon ihre Fühler aus, um an den Bodenschätzen mitzunaschen. Nichtsdestoweniger droht Europa eine neue Flüchtlingswelle, Gutmenschen und NGOs bringen sich schon in Stellung. Im Flugzeug der USA, das über 600 Personen evakuierte, sah man fast nur junge Männer – wirklich erbärmlich – davonlaufen ins Sozialparadies Europa. Hoffentlich bleibt unser Kanzler bei seiner Linie. Gewisse Leute sollte man allerdings herausholen, aber mit Bedacht, Kriminelle allerdings abschieben, auch mitten ins Kriegsgebiet, damit sie wissen, wie Gewalt sich anfühlt.

Dr. Rudolf Rudari,

Bürs

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