AMA-Gütesiegel, der schonende Umgang mit Tieren
Laut Gesetz dürfen keinem Tier Schmerzen, Leiden, Schäden oder Angst zugefügt werden. Das AMA-Gütesiegel steht angeblich für Maßnahmen, welche über den gesetzlichen Mindeststandard hinausgehen, und bekennt sich zum schonenden Umgang mit Tieren. Recherchen verschiedener Tierschutzorganisationen haben allerdings ergeben, wie katastrophal die Zustände in der „Nutztierhaltung“ der AMA-Landwirte in Wirklichkeit sind: In einem Schweinemastbetrieb wurden mehrere Hundert Schweine in dauerhafter Dunkelheit gehalten. Mutterschweine vegetierten in körpergroßen Käfigen mit Vollspaltenböden ohne Stroheinstreu, in viel zu kleinen Boxen eingesperrte Kälber, in ihren Fäkalien liegende Kühe etc. Das AMA-Gütesiegel erlaubt ebenfalls Vollspaltenböden und die betäubungslose Kastration der Ferkel, wie dies auch in anderen konventionellen Betrieben geschieht. Laut Bericht in den „VN“ wird bei der Schlachtung der Tiere auf Tierschutz geachtet, da der Stress sich auf die Fleischqualität niederschlägt. In diesem Zusammenhang auf „Tierschutz“ zu pochen, ist an Zynismus nicht zu überbieten. Die Todesangst ist bei diesen Lebewesen ebenso ausgeprägt wie beim Menschen: Es bemüht sich verzweifelt dem Tod zu entrinnen. Selbst geschwächte und verletzte Tiere kämpfen um ihr Leben. Die Angst begleitet sie ihr Leben lang – bis zu ihrem grausamen Tod. Nichtsdestotrotz, das Label verspricht „beste Qualität – garantiert aus Österreich!“ Tierquälerische Haltung und grausamer Tod nicht berücksichtigt!
Edith Ritter, Dornbirn