Scheinheilige Klimaforderungen?
Doppelmoral auf höchsten Ebenen, schreibt Herr Tone Schneider in einem Leserbrief. Doppelmoral nicht nur auf höchster, sondern auch auf kleinster politischer, sprich kommunaler Ebene! Nicht nur die Zerstörung des Regenwaldes in fernen Ländern, sondern auch im eigenen Land Vorarlberg, z. B. die Vernichtung von über 116 Hektar Grünflächen und über 16 Hektar Waldflächen (Projekt Rhesi, Abschnitt 1) stoppen. Herr Knünz schreibt treffend „Sind wir noch zu retten“, wenn wir solche unnötigen, für die Hochwassersicherheit nicht erforderlichen Auswüchse zulassen. Kein Bürgermeister der Klimabündnis- bzw. e5-Gemeinden der Kummenbergregion hat sich je gegen diese gigantische Umbauten von Grünflächen in eine Fluss-, Kies- und Sandlandschaft ausgesprochen, nein, sie sind noch Befürworter dessen. Wie Herr e5-Vizemeister, Bürgermeister Siegele sagt: „Der Kampf gegen den Klimawandel fordert uns an vielen Fronten“. Gilt diese Aussage beim generellen Projekt Rhesi auch? „Es wäre schon viel gewonnen, wenn die Politik aufhören würde, das Falsche zu tun“, so die Aussage von Volker Hollenstein, politischer Leiter des WWF Österreich. Wie glaubwürdig sind solche Aussagen, wenn WWF und andere Naturschutzorganisationen es zulassen, ja sogar fordern, dass beim Projekt Rhesi 70% der Rheinvorland- und Grünflächen durch eine Fluss-, Kies- und Sandlandschaft ersetzt und Biotope vernichtet werden, wohlgemerkt nicht für die Hochwassersicherheit?
Norbert Bolter, Koblach