Die Europäische Union und Russland

Leserbriefe / 05.01.2022 • 18:02 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Über Jahrhunderte prägten die Europäer die globale Politik. Dieses Zeitalter aber droht durch eine Welthegemonie abgelöst zu werden. Das postkommunistische Reich der Mitte befindet sich seit vielen Jahren unbeirrbar im Aufstieg. Ebenso betrifft es Russland, wo eine beidseitige Neuorientierung der abendländischen Politik notwendig ist und dies im Sinne einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Bei den damaligen gemeinsamen Gesprächen betreffs einer Wiedervereinigung Deutschlands zwischen Gorbatschow und Kohl, Außenminister Genscher und dem russischen Schewardnaze wurde betont, dass die NATO-Osterweiterung aufhören muss. Es ist nur verständlich, dass Putin endlich eine schriftliche Sicherheits-bestätigung der NATO einfordert, denn der Nordatlantikpakt hat sich bis jetzt nicht daran gehalten. In den baltischen Staaten wurden unter deutscher Führung Manöver abgehalten, und in der Ukraine versucht man einiges, damit dieses Land zur EU kommen soll. Die USA unternehmen mit allen politischen Tricks den Versuch, dass noch mehr Sanktionen gegen Russland notwendig seien. Putin ist aber klug genug, er braucht den europäischen Markt für seinen Öl- und Gasverkauf. Europa selbst muss politisch emanzipiert und unabhängig von den USA seine Energie-Entscheidungen selbst treffen und sich nicht in eine Situation treiben lassen, die sich energiewirtschaftlich negativ für die Europäische Union auswirken würde. Zudem sind Sanktionen und mediale Hetz-Kampagnen komplett kontraproduktiv.

Werner Giacomuzzi, Lochau

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