Wo kein Wille da kein Weg

Leserbriefe / 09.01.2022 • 16:59 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Mirjam Mayer

Mirjam Mayer

Der Großbrand in Dornbirn, ausgelöst durch Pyrotechnik, die Qualen der Tiere und die in vielfacher Weise geschädigten Menschen werden wohl immer noch nicht ausreichen, damit die politisch Verantwortlichen ihre Hybris aufgeben. Zuerst die zahlreichen gefährlichen Auswirkungen der Pyrotechnik aufzulisten und sie dann doch freizugeben, ist einfach heuchlerisch. Der Spaß hört da auf, wo er auf Kosten anderer geht. Jene Händler, die sich mit steigenden Gewinnen ihres schmutzigen Geschäftes brüsten, sollten sich fragen, wo ihre Verantwortung beginnt. Das zu Recht schlechte Image der Feuerwerke als ökologisch verträglich aufwerten zu wollen, ist nichts anderes als ein billiger PR-Gag. Je farbiger ein Feuerwerk seine Feinstaubpartikel in die Atemluft schleudert, um so giftiger ist es. Eine Kartonverpackung ändert daran nichts, im Gegenteil, sie ist noch ein besserer Auslöser für Brände. Menschen, die meinen, auf diesen Spaß nicht verzichten zu können, sind eigentlich arm. Es gibt so viele Möglichkeiten, Spaß zu haben, seiner Freude und Lebenslust Ausdruck zu verleihen, ohne etwas kaufen oder anderen schaden zu müssen. Wer ist letztlich verantwortlich für Schäden wie den Großbrand in Dornbirn und wer haftet dafür? Ist es der Jugendliche, dem dies passiert ist, oder sind es jene, die ihm das ermöglicht haben?

Franz Ströhle, Alpenschutzverein für Vorarlberg, Dornbirn

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