Mangel an
Fach­kräften

Leserbriefe / 12.01.2022 • 17:52 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

… findet seine Ursache auch in mangelnder Solidarität und Gemeinsinn. Headhunters suchen weltweit nach den klügsten Köpfen. Es werden horrende Gehälter bezahlt. Aussagen wie, wenn ich einen Lehrling anstelle, schmälert das die Leistung dessen, der Wissen vermittelt. Eine eigennützige Einstellung. Man müsste Ausbildungen für Mangelberufe sehr stark fördern und verbessern und eventuell verlängern. Diese sehr hohen Förderungen könnten auch erst nach Abschluss und einigen Jahren der Ausübung in Aussicht gestellt werden und sollten ganz oder teilweise zurückbezahlt werden müssen, wenn so Ausgebildete ins Ausland gehen oder den erlernten Beruf nicht mehr ausüben. Wenn ausreichend Personal zur Verfügung steht, gibt es auch weniger Stress. Eine andere Situation bietet sich in Arbeitsverhältnissen, die beinahe einer Sklavenarbeit ähneln, miese Bedingungen und schlechteste Bezahlung. Jeder, der Arbeitsplätze schafft, sollte sich überlegen, ob er diese Art der Arbeit auch machen möchte. Es ist verwerflich zu denken, es gibt Menschen, die das so wollen. Das ist gegen die Menschenwürde. Es ist nicht klug, horrende Löhne zu zahlen. Wer nur des Geldes wegen arbeitet, hat eine falsche Einstellung. Wichtig ist, dass Arbeit niemanden über- oder unterfordert. Jeder hat ein Recht auf Arbeit. Es ist äußerst bedenklich, dass in unserer Gesellschaft beinahe alles unter dem Aspekt „Was bringt mir das?“ behandelt wird.

Doris Hämmerle,

Lustenau

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