Die Gefahr für den Achtalweg liegt in der Substanz

Leserbriefe / 13.01.2022 • 19:11 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 8. Jänner 2022.
VN-Bericht vom 8. Jänner 2022.

Kompliment für das idealistische Bemühen von Herrn Auinger, dessen Betreuungsdienste überhaupt noch die Begehbarkeit des von ihm bezeichneten alpinen Steiges zulassen! So weit sind die in diesem Bericht aufgezeigten Beton-Verfallserscheinungen bei den Bauwerken und Schutzwänden der Wälderbahntrasse im Achtal also bereits fortgeschritten! Kein Wunder, überließ man doch seit der Wälderbahn-Auflassung im Jahre 1983 alles dem Schicksal, welches durch die Unterschutzstellung des Natura 2000-Gebiets und durch die Auflassung des Schutzwaldes samt ungeregelten Wasserabläufen noch zusätzlich beschleunigt wurde! Die Notwendigkeit zu einem Radweg-Lückenschluss vom Rheintal in den Bregenzerwald als unfallsichere Alternative zum motorisierten Verkehr kam erst seit dem aufkommenden Fahrradboom mit zunehmender Vehemenz, wie die vielen Leserbriefe bisher deutlich aufzeigen. Wenn nun für die Verantwortlichen die Kostenfrage als Haupt-Entscheidungsschwierigkeit gesehen wird, so gilt es zu bedenken, dass die Kostenaufwendungen für die Wiederherstellung eines sicheren Wanderweges sehr beträchtlich sein werden! Doch sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass der Kostenunterschied zu einer Radweg-erstellung in vernünftiger Breite und naturverträglicher Ausführung durch die Förderungen von EU, Bund und Land weitestgehend ausgeglichen werden könnte. Vonnöten wäre deshalb ein baldiges Handeln der Verantwortlichen, wollen wir nicht länger zusehen, wie die Bauwerke weiter verfallen bzw. wie couragierte Radwegplaner die Förderungsmittel für Projekte außerhalb unseres Landes lukrieren!

Helmut Leite,
Alt-Bgm. Schwarzach

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