2022 – Schicksalsjahr für Achtalweg

Leserbriefe / 25.01.2022 • 22:25 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Es gibt viel pro + contra was die Sanierungsvorhaben des Achtalwegs betreffen. Nur jemand, der diese „alpine“ Wanderung von ca. 8 km auch selbst erlebt und auf sich genommen hat, kann sich ein Bild davon machen, wie es um die Substanz der Trasse wirklich steht. Von Jahr zu Jahr verschlechtert sich durch Frost, Starkregen, Hochwasser der Zustand der Trasse zusehends. Da seit Einstellung der Wälderbahn 1983 die Strecke dem Schicksal überlassen wurde. Zum Glück gibt es noch Personen wie Werner Auinger, die für „Gotteslohn“ und lediglich ausgestattet mit Bickel und Schaufel den Trampelpfad einigermaßen begehbar halten. Dennoch bleibt die nicht zu unterschätzende Absturzgefahr auf den manchmal nur 30 cm schmalen Pfaden, über dem bis zu 7 m darunter liegenden Achbett bestehen. Logischerweise erhöhen sich die Kosten durch weiteres Abwarten. Die 9 km lange Strecke von Bozenau bis Egg wurde im Jahr 2014 um ca. 4 Millionen Euro saniert. Die 8 km von Kennelbach sollen nun plötzlich 42 Millionen Euro kosten? Die Vision eines Wander- und Radwegs von Bregenz bis Bezau könnte mit viel Einsatz und Engagement, trotz Natura 2000 Schutzgebiet und naturschutzfachlicher Ablehnung durch den zuständigen Landesrat, doch noch Realität werden.

Heinz Jakoubek, Wolfurt

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