Wenn die weiße Weste zum Himmel stinkt

Leserbriefe / 02.02.2022 • 17:17 Uhr

Postenschacher gab es immer. Vielleicht am Heurigentisch in Wien bei Schweinsbraten und einem Weißen Spritzer ausgemacht und nicht weiter nachweisbar, besiegelt mit einem Flucht-Achterl, oder sonst wo und sonst wie im Land. Aber genau bei Türkis musste plötzlich Schluss sein damit. Weswegen? Damit nicht gar aufkommt, dass die anderen Parteien fröhlich mitmachten? Eine Hetzjagd. Jeder Verdacht wurde fast schon selbst zum Kriminalfall. Doch dann tauchten die Sideletter auf. Die Parteien, einst Jäger, sind aufgedeckt und werden selbst zu Gejagten, das Vertrauen geht futsch! Die scheinbare „Weiße-Weste-Partei“ FPÖ hat uneingeschränkt mitgemacht beim verwerflichen Postenschacher. Statt einer weißen Weste hat sie Dreck am Stecken und stößt einmal mehr ihrem „kleinen Mann“ heftigst vor den Kopf. So gelten die wüsten Beschimpfungen gegen Türkis durch Kickl nun wohl auch seiner eigenen Partei, wenn er meint „Sie gehört mit einem nassen Fetzen aus dem Parlament gejagt“. Hafenecker hat in der ZIB2 kläglichst versucht, sich auszureden, abzulenken, ganz nach der „Sandkisten-Stinkwindel-Methode“: Da passiert einem kleinen Stöpsel ein Malheur und jenes stinkt zum Himmel, dann sagt dieser, laut vom Gestank ablenkend: Hilfe – wer hat mir in meine Windel gemacht? Die FPÖ – deren weiße Weste selbst bis zum Himmel stinkt!

Ing. Richard Ruggenthaler, Feldkirch