Ein Virus

Leserbriefe / 14.02.2022 • 19:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

besonderer Art

Viele Jahre bereits grassiert grenzüberschreitend und epidemisch die Seuche Genderitis, welche nunmehr nach seriöser Expertenmeinung als eine geistige Blähung und mentale Perversität zu diagnostizieren ist. Diese Ideologie stellt tatsächlich die Behauptung auf, es gäbe gar keine Geschlechter, weil diese nur anerzogen sein würden. Deshalb müsste sich der Mensch auch unbedingt von den Zwangskategorien „Frau“ und „Mann“ verabschieden, da man damit gemäß dem Orwell’schen Begriff des „Neusprechs“ auch der Ungleichheit zwischen Mann und Frau ein Ende bereiten könnte.

Auslöser dieser Theorie ist eine Mikrobe, nämlich das Genderputschvirus, das sich infolge einer speziellen Mutation nach einem „langen Marsch durch die Institutionen“ in Behörden, Schulen, Redaktionen und Universitäten eingenistet hat. Vielleicht hilft eine zeitlich angemessene Quarantäne, um die Immunabwehr der Bevölkerung gegen den Gendersprech wieder zu stärken. Sollte keine Heilung eintreten, böte sich das Österreichische Wörterbuch als neues Referenzwerk für unsere Muttersprache an, hat doch das Burgtheaterdeutsch grenzüberschreitend Berühmtheit erlangt. Denn neben den maßgebenden Kreisen in Verwaltung, im Bildungsbereich und auch in der Kirche hat sich auch der Duden, bisher die Grundlage für die Einheitsrechtschreibung, mit dieser Virusmutante infiziert und „dudelt“ angepasst bei dieser Sprachverhunzung mit.

Dr. Jakob Neyer, Egg-Rain