Unsere Hoffnung liegt bei Bundesministerin Gewessler

Leserbriefe / 04.04.2022 • 21:13 Uhr

Ich bin überzeugt, dass in Zeiten des Klimanotstandes bei mehr als der Hälfte der Rheintalbevölkerung die seit mehr als 40 Jahren geplante und daher zeitlich überholte S18 in dieser Form unerwünscht ist. Übrigens ist „S“ für „Schnellstraße“ eine klare Täuschung der betroffenen Menschen mit dem Ziel, die wahren Dimensionen dieser geplanten Monsterautobahn mit insgesamt 6 Fahrspuren und etwa 30 m Breite zu verschleiern. Die Autobahngegner fühlen sich durch die VN-Ausführungen unseres Landeshauptmannes, der offensichtlich getrieben durch Wirtschaftskammer und FPÖ ist, völlig unverstanden. Unsere Hoffnung liegt daher bei der mutigen und „uneingebildeten“ Bundesministerin, die als „Zuständige“ nur ihre Verantwortung wahrnimmt und im Sinne des Klimawandels und der Grünland­erhaltung nach vorhandenen besseren Lösungen sucht. Wie schnell eine versprochene Verkehrsentlastung „verpuffen“ kann, hat der Schwarzacher Bürgermeister kürzlich deutlich gemacht. Von der 28%-igen Verkehrsreduktion durch den Achraintunnel sei inzwischen nichts mehr spürbar. Dies muss all jenen, die sich von der S18 eine langfristige Verkehrsentlastung erwarten, zu denken geben. Bei unserer europameisterlichen Bodenversiegelung haben wir im kleinen Ländle keine Grünflächen mehr für Entlastungsstraßen, und als Autobahnverbindung allerhöchstens am kürzestmöglichen Übergang. Der Ukrainekrieg offenbarte unsere Getreideauslandsabhängigkeit, daher müssen landwirtschaftlich nutzbare Böden unserer Ernährungssicherheit dienen und nicht einer Straßenbauversiegelung.

Egon Troy,

Fußach