Krieg und Versorgungsunsicherheit

Leserbriefe / 11.04.2022 • 18:59 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Aus gegebenem Anlass möchte ich als 90-Jährige über die letzten Kriegsjahre vor 1945 berichten. Strenge Winter, kein Heizmaterial. In unserem Haus, Mutter mit vier Kindern, Vater an der Front, befand sich in der Küche ein Herd zum Kochen und Wärmen. Die übrigen Räume eisig. Schülern werden „Kohleferien“ verordnet. Schulen, Bahnhöfe, Züge und sonstige Gebäude blieben unbeheizt. Auch Autos nur mehr für Kriegsdienste. Für Private gab es weder Telefon, Kühlschrank, Waschmaschine noch elektrische Haushaltsgeräte. Winterbekleidung bestand mangelhaft, besonders bei Schuhen. Nahrung auf zugeteilte Essensmarken, vielleicht ein paar Kartoffeln vom Bauern, beschränkt. Doch die Menschen wurden mit der Zeit erfinderisch, um das Leben zu gestalten und zu überleben.

Anna Kalb, Lauterach

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