AUA-Kontakte für Altenrhein-Flüge – was für ein Schwachsinn

Leserbriefe / 14.04.2022 • 17:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN/Paulitsch

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Was geht in den Köpfen der Politiker vor, dass in der Zeit, wo der Klimanotstand ausgerufen wurde (Juli 2019) noch über eine Ausweitung des Flugbetriebs am Flughafen Altenrhein nachgedacht und verhandelt wird? In der gleichen Ausgabe der Vorarlberger Nachrichten vom 5. April mahnt Renate Christ, ehemalige Leiterin des UN-Weltklimarates, zu mehr Tempo im Klimaschutz. Zeitungsberichten zufolge soll über die heute geltenden Betriebszeiten, Flugpause über Mittag und das Flugverbot an Feiertagen aufzuheben, sowie Flugzeiten am Abend täglich statt bis 20 Uhr bis 22 Uhr und im Notfall bis 23 Uhr auszuweiten, verhandelt werden. Angebot/Forderung Flugplatzbetreiber: Helikopterflüge zu reduzieren, dafür mehr Linienflüge zu ermöglichen. Im Lärmkorsett, das mittels Staatsvertrags vor über 30 Jahren fixiert wurde, ist auch Helikopterlärm integriert. Oder ist Helikopterlärm nicht auch Fluglärm? Wie sinnlos die Überlegungen und Ausbaupläne des Flughafen Altenrhein sind, zeigt die Tatsache, dass bereits heute in der Reichweite von einer Stunde drei Flughäfen (Zürich/Kloten, Friedrichshafen, Memmingen) sind, die jetzt schon für die Vorarlberger Urlauber und auch Wirtschaftstreibenden genutzt werden. Noch mehr Umwelt- und Lärmbelastung für die Bevölkerung ist einfach unerträglich. Muss unsere Lebensqualität durch solche Maßnahmen reduziert werden?

Walter Lutz, Gaissau

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