Große Gegensätze

Leserbriefe / 22.04.2022 • 16:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die größte Laienorganisation Österreichs, die Katholische Aktion, will sehr aktiv am vom Papst weltweit ausgerufenen Synodalen Prozess teilnehmen. Nun legte sie einen Zwischenbericht vor, der in der Kirche große Gegensätze feststellt. Einerseits gebe es viele ermutigende Bestrebungen, besonders in der jungen Generation, die sich freue, „zum ersten Mal gefragt zu werden.“ Andererseits gebe es Bremser und unstimmige Haltungen. Der Synodale Prozess pralle oft auf die hierarchische Struktur der Kirche. Man wolle Dialoge ohne Veränderungen.

Die Priester müssten nicht nur in den Prozess eingebunden werden, sondern auch in diesen eingeführt und auf synodale Handlungsweisen verpflichtet werden. Die offizielle Kirche überschätze die in ihr bereits verwirklichten synodalen Elemente. Sie glaube manchmal entgegen der Wirklichkeit schon sehr synodal zu sein bzw. sehe wenig Veränderungsbedarf in diese Richtung. Die Katholische Aktion werde immer wieder gedemütigt, weil sie alles daran setze, Veränderungen zu erreichen.

Pfr. Helmut Rohner,

Dornbirn