Energiewende- desaster?

Leserbriefe / 10.05.2022 • 18:54 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Energiewende- desaster?

Angesichts Putins Kriegsbeginn änderten sich nicht wenige Vorzeichen äußerst schnell, auch wenn manches erst langsam spürbar wird. Die bisher gefahrene Strategie, mit hohen Steuern und Abgaben den gesamten Umbruch größtenteils finanzieren zu können, dürfte da wohl frühzeitig gescheitert sein. Die Übergangsmöglichkeiten haben sich schlagartig drastisch reduziert. Den eingeschlagenen Weg korrekturlos fortzusetzen, dürfte wohl eine Sackgasse sein. Sanktionen gegen Russland als Antwort auf dessen Blutbad in der Ukraine wird „Putinland“ immer noch stärker an China binden. Wie soll somit eine globale Klimastrategie aussehen, nachdem „unwillige“ Staaten wie China, Indien, Russland und auch Amerika sich davon abgekoppelt haben? Noch funktionierende Abläufe immer weiter zu belasten und verteuern, wird zu starken Wirtschaftsschädigungen, Auslagerungen von Industriezweigen, immer weniger Arbeitsplätzen und drastischer Reduktion unseres Lebensstandards führen. Von was sollen unsere Bürger dann noch leben? Vom Staat? Was bleibt all den weniger entwickelten und teilweise abhängigen Dritteweltländern? Noch mehr Hunger? Viele unserer bis zum Kriegsbeginn „zukunftsweisenden, politischen Lenkungseffekte“ dürften sich angesichts der Energie- und Versorgungsverknappung wohl bald nur noch als unsinnig-überholte Belastungen für einen großen Teil unserer Bürger erweisen, denn wer wird angesichts der derzeitigen Situation von ggf. zwar wichtigen Klimawandelsmaßnahmen satt?! Wenn überhaupt profitieren vermutlich nur wenige, ganz große internationale Wirtschaftsplayer davon.

Kurt Höfferer, Hörbranz