Korruption
versus Sparen
Ich konnte kaum glauben, was ich am 3. Juni 2022 dem Leserbrief von Herrn Steiner aus Dornbirn entnahm. Seine Aussage „Neuwahlen fördern die Korruption“. Ich bin fassungslos. In seinen Ausführungen geht Herr Steiner davon aus, dass die Wahlkosten so hoch sind, dass es ganz natürlich ist, wenn sich eine Partei oder deren Führungsleute korrumpieren lassen, um dies finanzieren zu können. Ja, haben Sie schon jemals was von sparen gehört? Jedem anständigen, hart arbeitenden Österreicher rollt es gerade die Zehennägel auf. Denn er muss schauen, wie er und seine Familie mit dem Monatslohn über die Runden kommen. Oder davon, dass es die Regierungspolitiker sind, welche es nicht verstehen, miteinander und „für“ Österreich zu arbeiten? Würden die Herren Politiker ihre Arbeitszeit zum überwiegenden Teil unserem Österreich widmen, dann gäbe es nur die regulären Wahlen. Wenn man jedoch aus politischem Kalkül Neuwahlen vom Zaun bricht oder den Vizekanzler mittels „Ballhausplatz-Agenda“ aus seinem Amt entfernt, ja dann gibt es Neuwahlen. Ich gehe mal davon aus, dass Sie Herr Steiner, sich der türkisen „Reichshälfte“ und deren Selbstverständnis zugehörig fühlen. Dann scheint mir Ihr Ansatz plausibel, aber keinesfalls akzeptabel.
Karl Lang, Wolfurt