Going Green

Leserbriefe / 17.06.2022 • 17:53 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Gewessler, ihres Zeichens Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie der Republik Österreich, will Windkraftanlagen in unseren Alpen errichten. Wie schaut es damit aus? Windkraftanlagen sind in Bezug auf Kosten- und Umweltzerstörung nicht das Nonplusultra. Die durchschnittlichen technischen Daten dieser „Flügelmonster“ schauen folgendermaßen aus: Jede Windmühle wiegt 1688 Tonnen (das entspricht dem Gewicht von 23 Häusern) und enthält 1300 Tonnen Beton, 295 Tonnen Stahl, 48 Tonnen Eisen, 24 Tonnen Fiberglas und die schwer zu gewinnenden seltenen Erden Neodym, Praseodym und Dysprosium. Jede der drei Klingen wiegt ca. 4 t und hat eine Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren, danach müssen sie ersetzt werden. Wir können gebrauchte Rotorblätter nicht recyceln. Zugegeben, diese Technologien können ihren Platz haben, aber man muss über den Mythos der Emissionsfreiheit hinausschauen. Sie sind ein Eingriff in die Natur, verschandeln das Landschaftsbild, „schreddern“ Vögel und ihre Schall-immission beträgt im Schnitt 95 dB. Wo bleibt der Aufschrei der Umwelt- und Tierschützer, des Alpenschutzvereins etc.? Going Green ist ein Weg in den Abgrund, auch wenn es sich wie ein utopisches Ideal anhört.

Günther Wieser, Lochau