Regierung kann was

Leserbriefe / 26.06.2022 • 17:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Gott sei Dank dürfen Sexualstraftäter nicht mehr einen mit Jugendlichen zu tun habenden Beruf ausüben. Da kommt unsere Regierung jetzt sehr früh auf diese Gesetzesnovelle. Das ist wirklich ein Meilenstein. Bei der ersten Migrationswelle, als die Regierung händeringend um Pflegefamilien für unbegleitete Minderjährige gebeten hat, mussten wir einen Strafregisterbescheid beantragen, dass wir nie pädophil verurteilt wurden. Kosten etwa 40 Euro pro Person. Zugeteilt wurde in drei Jahren übrigens niemand. Die Frage ist, ob jetzt jeder, der mit Jugendlichen arbeitet, so ein Strafregister vorlegen muss, so wie wir als eventuelle Pflegeeltern. Für die Regierung ist das übers Hintertürl ein gefundenes Einkommen. Jeder Lehrer, Kindergärtnerin, Sporttrainer, Skilehrerin, Taxifahrer, Reitlehrerin, Arzt, Physiotherapeutin und so weiter muss de facto diesen Beleg vorlegen. Sexualstraftäter haben überhaupt nicht in mit Jugendlichen zu tun habenden Berufen zu arbeiten. Ich denke, die Regierung hat im digitalen Hinterkopf die Daten von verurteilten Straftätern. Dann wäre es doch nicht so schwer, diese Personen bei Arbeitsantritt herauszufiltern, da man sich ja anmelden muss. Ich kenne Menschen, die ohne Impfung nicht angestellt oder gekündigt wurden. Sind jetzt beide Straftäter? Die Regierung kann was.

Feurstein David MSc D.O., Lochau