Wieder ein bisschen mehr Kreisky

Leserbriefe / 19.07.2022 • 18:04 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wenn man die letzten Jahre Revue passieren lässt, an politischen Ereignissen und Aktionen, erst mit „Türkis-Blau“, dann mit „Türkis/Schwarz-Grün“ und wie mit Steuergeldern verfahren wird, welche Reformen gemacht wurden (z.B. „ÖGK“) und man die seit Jahrzehnten Notwendigen nicht angreift (Pensions-Reform), wie aktuell „Otto-Normal-Verbraucher“ die Covid- (und sonstigen) Schulden berappen muß (horrende Sprit- und Energiepreise, durch Inflation getriebene höhere Steuern), dann wird einem einfach nur übel. Und wo bitte ist das Format eines Politiker wie es Bruno Kreisky war? Gibt es dieses noch? Zugegeben: im Westen war Kreisky nie populär, hieß es doch immer, „Der macht nur Schulden“, allerdings – und ganz ehrlich auch – wo wäre Österreich heute ohne die „Kreisky-Zeit“?. Dieser Kanzler versinnbildlicht das moderne Österreich und hatte das Land von Grund auf reformiert und modernisiert: Infrastruktur, Bildung, Medien (ORF) etc. Vor allem aber war der Mann eine Persönlichkeit mit Charisma und „Echtheits-Charakter“. Wenn ich mir die Figuren in der Politik der letzten Jahre ansehe, wo bitte ist da „Format und Echtheit“?. Entweder „aalglatte Bluffer“ (Kurz) oder Wendehälse. Ich persönlich war nie ein großer Fan der Sozialdemokratie, allerdings sprechen im Moment wirklich sehr viele Gründe für eine (ehrliche) sozialdemokratisch geführte Regierung und Politiker mit „Echtheits-Charakter“. Und bitte mit mehr Vermögensbesteuerung.

Christian Salzmann, Dornbirn