Temporeduktion – wann, wenn nicht jetzt!

Leserbriefe / 08.08.2022 • 18:23 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
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Alle sind aufgerufen, Energie zu sparen, halb Europa brennt, aber sämtliche Parteien scheuen sich, die Temporeduktion im Straßenverkehr anzugehen, wohl aus Angst vor Wählerverlusten. Dabei wäre ein gemeinsames Vorgehen aller politischen Kräfte eine gute Gelegenheit, das Vertrauen in die Politik zu verbessern.

Die Fakten sind beeindruckend, wie eine neue Studie unter Leitung von Prof. Sammer von der Boku Wien zeigt (siehe „Die Presse“ vom 02.08.22). Es geht nicht nur um Spritreduktion von ca. 10-15%, die von den Autofahrerclubs sehr relativiert wird, sondern auch um Reduktion von CO2 (-23%), NOx (-50%!), Feinstaub PM10 um 1/3 sowie Mikroplastik durch Reifenabrieb. Die Lärmreduktion durch das „Reifenrauschen“ wäre enorm, fast eine Halbierung auf Autobahnen! Die A14 von Bludenz bis Bregenz entspricht fast einer Stadtautobahn, kaum ein Abschnitt ist ohne Siedlungen, Sportstätten oder Freizeiteinrichtungen/Schwimmbäder in unmittelbarer Nähe. Daher sind Tempo 100 für Pkw, strenge Kontrolle von Tempo 80 für Lkw, die überwiegend 100 fahren, sowie ein Überholverbot für den Schwerverkehr auf der A14 überfällig – Tirol als Vorbild! Die Kosten wären im Vergleich zu Lärmschutzwänden und Verkehrsbeeinflussungsanlagen minimal, schon „nächste Woche“ mit einigen Tafeln realisierbar und sofort wirksam. Der „Zeitverlust“ bei einer Fahrt von Bludenz bis Bregenz läge unter 10 Minuten.

Dr. Rudi Sprenger,

Feldkirch