Zu Frau Gewesslers „Klimafanatismus“

Leserbriefe / 09.10.2022 • 17:27 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Vielleicht würde ein wenig Nachdenken helfen: Ist es zu viel verlangt, nicht durch die Verkehrsbelastung krank zu werden ? Ist es zu viel verlangt, dass Kinder einen sicheren Schulweg haben können? Ist es zu viel verlangt, die Unfallhäufigkeit und Schwere auf Landstraßen anzugehen? Verkehrslärm macht krank, eine Temporeduktion von 50 auf 30 km/h wirkt besser als alle anderen Lärmschutzmaßnahmen, sie halbiert den Lärm für das menschliche Ohr auf die Hälfte. Ganz abgesehen von Abgas und Feinstaub. Tempo 30 rettet Leben, das spiegelt sich in der Unfallstatistik von Städten wider, die 30 km/h zum Standard gemacht haben, Vorbilder z. B. Graz, Paris, Brüssel, Oslo, Helsinki. Tempo 80 auf Freilandstraßen rettet Leben, dort ist das Unfallrisiko am höchsten. Rund ein Drittel der Unfälle mit Personenschaden passiert auf Freilandstraßen, der Anteil an Todesopfern ist mit zwei Dritteln doppelt so hoch. Und warum wohl ist in Ländern wie der Schweiz( 80), Schweden (70) oder Norwegen (80) die Zahl der Verkehrstoten um ca. die Hälfte niedriger als in Österreich? In Sachen Verkehrssicherheit haben wir viel aufzuholen. Etwas mehr Gelassenheit im Straßenverkehr täte allen gut. Jeder will von A nach B kommen, er sollte es sicher für alle Verkehrsteilnehmer und mit möglichst geringer Umweltbelastung tun können.

Hanspeter Simma, Dornbirn

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