Absage an die Windkraft

Leserbriefe / 06.11.2022 • 17:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 3. November 2022.
VN-Bericht vom 3. November 2022.

Dass die Energiemanager der illwerke vkw der Windenergie in Vorarlberg eine klare Absage erteilen (VN vom 3. 11. 22), können wir vom Alpenschutzverein gut nachvollziehen. Dafür gibt es Regionen mit besseren Voraussetzungen. Wir stimmen auch vollkommen zu, wenn gefordert wird, stattdessen das Potential der Solarenergie zu forcieren. Dieses Potenzial wirksam zu fördern wurde in der Vergangenheit und wird immer noch sträflich vernachlässigt, was uns heute auf den Kopf fällt. Geeignete Dächer und z.B. die Flächen der Lärmschutzwände an Straßen für PV-Anlagen zu nutzen, ist naheliegender, als Windräder im alpinen Raum mit allen negativen Begleiterscheinungen aufzustellen. Das größte Potential, die Energieeinsparung, liegt aber immer noch brach. Gesprochen wird viel darüber, aber es gibt kaum konkrete Maßnahmen dazu. Was die Wasserkraft anlangt, gibt es sicher noch Optimierungspotential bestehender Anlagen in ökonomischer und ökologischer Sicht. Die Wasserkraft aber generell als saubere Energie darzustellen, ist pure Propaganda. Die Gewässerkarten von Vorarlberg entlarven dies als gerne erzähltes Märchen.

Die Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie werden für energetisch genutzte Gewässer weit verfehlt. Dem Ansinnen der Energiemanager, die noch letzten intakten Gewässer in Vorarlberg dem unstillbaren Energiehunger dieser Konsumgesellschaft zu opfern, dem erteilen wir eine klare Absage!

Franz Ströhle,
Alpenschutzverein für Vorarlberg, Dornbirn

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