Rondo-Kraftwerk – eine Müllverbrennungsanlage
in Frastanz?
Im VN-Artikel vom 22./23. Oktober: Nächster Schritt zum Rondo-Kraftwerk wird von Betreiberseite mitgeteilt: Man wolle „raus aus dem fossilen Erdgas“ und „energietechnisch autark“ werden; und zwar durch 35.000 Tonnen Reststoffe pro Jahr, davon stammen 11.000 Tonnen aus der Rondo-Papierfabrik. Durch die gewonnene Wärmeenergie können weitere Betriebe und bis zu 500 private Haushalte versorgt werden.
Woher stammen die restlichen 24.000 Tonnen Reststoffe pro Jahr? Handelt es sich um brennbaren Müll? Aufgrund der örtlichen und jahreszeitlichen Gegebenheiten mit oftmaliger Nebelbildung in der Herbst-Winter-Zeit (Inversionslage) ist zu erwarten, dass sich riesige Rauchgasmengen im Nebel und somit in der Atemluft aufstauen. Hohe Konzentrationen an giftigen, krebsfördernden Stoffen (Dioxine und Furane) werden trotz modernster Filter- und Abgasreinigungsanlage auftreten. Insbesondere Frastanz, aber auch Feldkirch, Göfis, Satteins, Nenzing, Schlins, Bludesch usw. werden betroffen sein. Je nach Ort und Situation wird die Einbuße an Lebensqualität und die gesundheitliche Belastung erheblich bis enorm. In stinkender giftiger Atemluft zu leben ist keine gute Aussicht!Auch materielle Verluste werden eintreten. Wohnung/Haus/Grundstück werden entwertet. In Feldkirch wird der Tourismus leiden. Es bleibt zu hoffen, dass das Projekt Rondo-Kraftwerk reichlich diskutiert wird sowie im amtlichen Prüfverfahren und von den politisch Verantwortlichen die Einwände gebührend berücksichtigt werden.
Dr. Othmar Mäser, Göfis