Betteln und streiken wie die ÖBB

Leserbriefe / 30.11.2022 • 18:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Sechs Milliarden Steuergelder und Missmanagement bis ins Kleinste und dann noch ein Streik in Zeiten der allgemeinen Verarmung, Energienot und Klimaproblematik. Diese Verantwortungslosigkeit kann nur eine verantwortungslose Gewerkschaft vom Zaun brechen. Die Folgen könnten peinliche Kündigungen werden, wenn es sich mit dem Zuschussbudget nicht mehr ausgeht, zumal der Beamtenstatus weitgehendst zurückgedrängt wurde. Eine rechtzeitige SEPA-Mandats-Umstellung wurde fünf- bis sechsmal eingebracht und angekündigt, und trotzdem bekam ich zwei Mahnungen, dann wieder eingestellt und dann wieder zweifach eingemahnt – für mich ein echtes Chaos. Aber es gibt auch viele gewissenhafte Mitarbeiter vom Zugführer bis Schaffner, Verwaltung und Reinigungspersonal, deren höchste Ehrerbietung mir auch ein Anliegen ist. Aber eigentlich wollte ich über Streikrecht berichten, das es in der vorbildlichen Schweiz nicht gibt. Dort wird verhandelt wie bei der Papstwahl, bis endlich der weiße Rauch aufsteigt. Oder ein Ethikrat soll alle Gehälter evaluieren, aufstocken oder zurechtstutzen, die dann nur noch einheitlich an die Inflation angepasst werden. Hierzu braucht es eine starke Regierung, aber auch ein reifes Volk wie eben die Schweiz.

Dr. med. Gernot Zumtobel, Götzis

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