Tunnelblick – Vision 2050

Leserbriefe / 11.12.2022 • 17:16 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Es ist zu begrüßen, dass das Thema „Unterflurlösung Bregenz“ vom Landtag zumindest nicht verworfen wurde. Auch die Idee eines Arlberg-Basistunnel kann man diskutieren (VN, 10. 12. 2022). Endlich kommt Bewegung in das Thema Bahnausbau! Zuerst muss aber die Unterflurvariante in Bregenz auf Schiene. Es geht hier nicht nur um Bregenz: Ein dichterer Takt des Eurocity Zürich–Bregenz–München wird damit realisierbar. Auch der Güterbahnhof Wolfurt braucht dringend eine bessere Anbindung an das europäische Bahnnetz. Wenn man dann noch andere Engpässe beseitigen will, könnte man einen Silvretta-Basistunnel bauen, und das Montafon über das Paznaun mit Landeck verbinden. Damit wäre die Strecke Bludenz–Innsbruck jedenfalls zweigleisig, und en passant das Paznaun erschlossen. Ein Rätikon-Basistunnel Bludenz–Sargans würde die Fahrzeit auf dieser Strecke von derzeit 50 auf weniger als 15 Minuten reduzieren und die Strecke Bludenz–Feldkirch bzw. Feldkirch–Buchs entlasten. Auch die Pendler ins Liechtenstein oder Schweizer Rheintal würden sich freuen. Als letztes Puzzlestück fehlt dann noch der „Wäldertunnel“ von Bludenz über den Bregenzerwald ins Allgäu, mit Anbindung an die Magistrale für Europa Paris–Budapest. Damit wäre eine neue Alpenquerung zusätzlich zur Brenner- und Gotthardstrecke geschaffen, und Vorarlberg mittendrin. Wenn scho neue Tunnel, denn glei g’hörig!

Alexander List,

Schlins

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