Der atomare Fluch

Leserbriefe / 14.12.2022 • 17:04 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Mit einem Schlag haben die Amerikaner vor 75 Jahren die Atombombe über Hiroshima gezündet und 70.000 Menschen getötet. In den Jahrzehnten danach betrieben die USA einen großen Aufwand, um die Wahnsinnstat plausibel zu machen. Den Atombombeneinsatz in Hiroshima stufe nicht nur ich als Kriegsverbrechen ein, weil fast nur Zivilisten vernichtet wurden. Als am 9. August 1945 dann eine zweite Bombe auf Nagasaki niederging, wollten die USA den Druck auf Japan weiter erhöhen, wohl um die Wirksamkeit von Plutonium zu Uran festzustellen.

Seit den Abwürfen in Hiroshima und Nagasaki muss die Menschheit leider mit einer weiteren permanenten atomaren Bedrohung leben, zumal die Welt einer neuen globalen Atomgefahr durch Russland gegenübersteht. Jetzt wedelt jemand mit dem Atomknüppel, um die Ukraine und den Westen einzuschüchtern. Ist er verrückt – oder machtbesessen? Es könnte einen massiven Tabubruch bedeuten, wenn dieses Individuum nach 77 Jahren Frieden einen III. Weltkrieg vom Zaun bricht, zumal er seit seinem Amtsantritt im Dezember 1999 eher als gemäßigt galt. Er spielt eindeutig den Verrückten und muss sich als Imperialist keine Kristallkugel schenken lassen, denn in einer Zukunft voller Nuklearwaffen sterben diejenigen, die zuerst schießen nicht als Erste, sondern als Zweite.

Sabine Windberger,

Bregenz

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