Brüsseler Beben

Leserbriefe / 30.12.2022 • 18:02 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
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Der Korruptionsskandal im Europaparlament zieht immer weitere Kreise. Gegen 60 der 705 Abgeordneten laufen Ermittlungsverfahren. Bisher stellten die Behörden 1,5 Millionen Euro sicher. Viele Abgeordnete hatten plötzlich eine wohlwollende Einstellung zu Katar. Hier zeigt sich die Verlogenheit der europäischen Moralweltmeister, die sich als Hüter der Gesetze und Verträge aufspielen, sich zugleich von Ländern bestechen lassen, die die europäischen Werte mit Füßen treten. Ein verheerender Schlag gegen die EU, da wurde auch unser Legionär in Bürssel, Othmar Karas, der häufig auch gegen Österreich spielt, käseweiß. Ob die Korruption auch in der Kommission Platz gegriffen hat, sei dahingestellt. Jedenfalls schadet man hier auf ganz legale Weise dem europäischen Volk, samt den anhängenden Institutionen EZB und EuGh. Das Sündenregister der EU ist lang, z.B. man transferiert Gelder in den Süden auf Kosten der Nordstaaten, durch undurchsichtige Verträge mit Pharmakonzernen wurden Milliarden versenkt, Gelder und Waffen werden in ein hochkorruptes Regime transferiert und man schwingt sich zum Richter über mangelhafte ungarische Rechtsstaatlichkeit auf, kreidet Orban Korruption an, im Lichte des Geschehens völlig lächerlich. Was noch kommt, bei dieser Gemengelage von unfähigen Politikern, hoher Inflation, Energieknappheit, sicher auch Lieferengpässen, bleibt abzuwarten. Jedenfalls sollte sich Österreich auf eigene Füße stellen und den Grenzschutz selber in die Hand nehmen. Das Musterschülergehabe ist völlig kontraproduktiv.

Dr. Rudolf Rudari, Bürs

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