Kirche weiter im Austrittsmodus

Leserbriefe / 22.01.2023 • 17:32 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum VN-Bericht vom 12.01.23:

Nicht nur die 15–30-Jährigen sind der Kirche „davongelaufen“, sondern auch viele Gläubige, die mit der Kirchenleitung nicht mehr zufrieden sind. Es hat den Anschein, dass sich die katholische Kirche in eine protestantische Richtung entwickelt. Pastoralamtsleiter Martin Fenkart meint, dass bis zum Jahr 2030 nur noch 70 Priesterstellen und gut 50! LaienseelsorgerInnen im pastoralen Dienst geplant sind. Wer spendet uns dann noch die Sakramente? Einige gute Priester, die in ihren Pfarren täglich Eucharistiefeiern und Anbetung angeboten haben, wurden von der Kirchenleitung nicht gebührend unterstützt und z. T. durch Laienseelsorger/innen ersetzt. Heute fehlt großteils ein fundiertes Glaubenswissen (z. B. EWTN, K-TV, Bibel-TV, Radio Horeb, Radio Maria, können da eine Hilfe sein). Die Kirche sollte dafür sorgen, dass dem Relativismus und der Säkularisierung Einhalt geboten wird. Vorbildliche Priester sind für die Gläubigen ein Segen und unsere Aufgabe ist, fest für sie zu beten. Wer das Geheimnis der Eucharistie erfasst hat, wird darum kämpfen, dass uns dieses Geschenk nicht sukzessive genommen wird. Ein Wortgottesdienst ist nicht dasselbe. Bibelzitat: „Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter in seinen Weinberg zu senden.“ LK10,2 .

Ingrid Nagel, Bregenz

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